der formatfaktor bei einer dslr

Wo fange ich an? Ich war am Freitag mit meiner D7000 unterwegs. Es war zwar enorm kalt, aber trotzdem sind wir in den Hamburger Hafen gefahren und haben Bilder gemacht. Aber das böse Erwachen kam daheim. Viele meiner Bilder waren einfach verwackelt. Warum nur? Auf der Couch wurde dann recherchiert und die Lösung war simpel – ich habe einfach noch nicht genug Ahnung von der Fotografie. Auf meiner Suche fand ich heraus, dass z.B. meine Belichtungszeit einfach viel zu hoch war. Ich hatte zwar brav mit dem Belichtungsmesser gearbeitet… aber das war nicht ausreichend. In einem YouTube-Video hörte ich das erste Mal von einem Formatfaktor. Nach M, A, S, P und ISO… was ist denn das jetzt schon wieder?

Die Lösung ist eigentlich recht simpel, auch wenn es zu Beginn sehr verwirrend für mich war. Man muss einfach bedenken, woher kommt die Fotografie. Ende des 19.Jahrhunderts wurde von Thomas Alva Edison das 35mm-Format für Bilder geschaffen. Edison arbeitete eng mit dem Gründer von Kodak – George Eastman – zusammen. Nach einigen Jahre setzten sich die von der Eastman Company, der Blair Camera Company und anderen hergestellten 35mm-Rohfilmstreifen auf der ganzen Welt durch. Die Filmstreifen wurden von Firmen mit weltweiten Vertriebsnetzen wie Lumière, Edison und Pathé verwendet. 1909 legte man sich auf dem Filmkongress in Paris auf einheitliche Maße (35mm Breite, vier rechtwinklige Perforationslöcher pro Phasenbild) fest. Das Kleinbildformat (KB) was geboren.

Heutige digitale Spiegelreflexkameras haben aber meist keinen Vollbildsensor mehr. Nur Kameras mit Vollbildsensor lichten auch den vollen Ausschnitt des Motivs ab, den das Objektiv in den Kamerabody weiterleitet. Bei meiner D7000 – und jeder anderen auch – ist die Sensorgröße 23,6 mm × 15,6 mm. Der Formatfaktor ergibt sich durch als Wert des Quotienten (Division). Der Wert ist ca. 1,5. Jeder kann sich somit seinen Formatfaktor ausrechnen. Nur was bringt mir der nun?

Ganz einfach. Erstens, wenn man gemeinsam fachsimpelt, kann man über diesen Wert eine gleiche Basis schaffen. Das kann man sich sehr gut mit Währungen verdeutlichen. Wenn ich Werte in USD-Dollar habe, kann ich diese durch einen Umrechnungsfaktor sehr einfach in EURO umwandeln. EURO als meine Vergleichswährung. Ich rechne einfach immer alle Währungen auf EURO zurück und mache somit die Wertigkeit vergleichbar. Gleicher Fall bei den DSLRs, alles wird auf das Kleinbildformat bezogen.

Zweitens, wie man hier lesen kann…hat die Brennweite des Objektivs direkten Einfluss auf den sichtbaren Bildwinkel. Und hier kommt der Formatfaktor ins Spiel. Wenn ich z.B. ein Bild mit gleichen Bildwinkel wie bei einer KB aufnehmen möchte, dann muss ich die Brennweite der KB durch meinen Formatfaktor teilen.

Beispiel: Meine D7000 mit dem Formatfaktor 1,5. Welche Brennweite hat ein Objektiv, das an der Digitalkamera den gleichen Bildwinkel erzeugt wie ein 24 mm-Objektiv an der Kleinbildkamera? 24 mm : 1,5 = 16 mm.

Ich kann nun aber auch in die andere Richtung rechnen, was bedeutet ein 2o0mm Objektiv an meiner D7000, wenn ich den gleichen Bildwinkel bei eine Kleinbildkamera haben möchte (vgl.Tabelle hinterm Link)?

Beispiel: 200 mm-Objektiv an der D7000. Welche Brennweite brauche ich für eine Kleinbildkamera, damit ich den gleichen Bildwinkel und somit die gleiche Telewirkung habe? 200 mm × 1,5 = 300 mm.

Ihr seht, es ganz simpel… man muss nur wissen, worüber möchte man sich unterhalten und wie finde ich die optimalen Einstellungen für meine Kamera, dabei kann euch der Formatfaktor helfen… wenn die Angaben für KB gegeben sind.

Advertisements


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s